Bei anderen gelesen: Gender-wahnigen Stuss vorgeführt

WEIMAR. (fgw) Die Tageszeitung „junge Welt“ veröffentlichte am 24. Mai einen Kommentar von Arnold Stölzel, der nicht nur ein bezeichnendes Licht auf den hierzulande grassierenden Gender-Wahn wirft. Nein, vorgeführt werden hier gleichermaßen der inzwischen üblich gewordene akademische Geschäftsbetrieb – fern von fast jeder Wissenschaftlichkeit – sowie die erschreckend niedrige Qualität sogenannter Qualitätsmedien.


Schölzel schreibt - und das muß einfach hier in voller Länge wiedergegeben werden:

 

„Im Februar 2016 enthüllte eine Wissenschaftlergruppe, dass sie ein Jahr zuvor der TU Berlin einen Vortrag unter dem Titel »Der deutsch-deutsche Schäferhund« untergejubelt hatte: Der Leinenzwang für NVA-Bellos hatte demnach den Dritten Weltkrieg verhindert. Im Dezember 2015 veröffentlichte die „Zeitschrift Totalitarismus und Demokratie", ein Journal für bundesdeutsche Staatsfrömmigkeit, den Blödsinn.

 

Am vergangenen Freitag bereicherten zwei US-Autoren, der Philosoph Peter Boghossian und der Mathematiker James Lindsay, die internationale Stussforschung. Sie mixten den Jargon von Gender-»Studien«, Poststrukturalismus und anderem Quark, für den der westliche akademische Betrieb jede Menge Kohle zur Verfügung stellt, wenn das Zeug moralinsauer und leicht »links« daherkommt.

 

Das Textgebräu brachten sie unter dem Titel »Der konzeptuelle Penis als soziales Konstrukt« im Fachblatt „Cogent Social Sciences" unter, dessen Gutachter den Unfug wärmstens empfohlen hatten. Noch am Erscheinungstag bezeichneten die Verfasser das Ganze auf der Webseite skeptic.org als Quatsch und beteuerten, sie hätten streng darauf geachtet, dass ihr Text nichts Sinnvolles enthalte. Es handele sich um »3.000 Wörter kompletten Unsinns«, die nie hätten veröffentlicht werden dürfen.

 

Darunter sind »Definitionen« wie: »Wir argumentieren, dass der konzeptuelle Penis besser nicht als anatomisches Organ verstanden wird, sondern als ein soziales Konstrukt, isomorph zur performativen toxischen Maskulinität.«

 

Ihre Erkenntnisse treiben die Verfasser bis zur zwingenden Schlussfolgerung, der Penis sei »der konzeptionelle Treiber für einen Großteil des Klimawandels«. Wegen »Männerausbreitung«. Die Urheber schwören: »Wir haben genau null unserer Quellen gelesen«. Fünf zitierte Studien hätten sie sich einfach ausgedacht.

 

Alle Voraussetzungen für Gastauftritte an deutschen Gender-Lehrstühlen sind erfüllt."

 

Der letzte Kommentar-Satz trifft's wie die sprichwörtliche Faust das Auge. Aber kein Wunder, haben sich doch deutsche Universitäten zu überbordend dem Zeitgeist der Beliebigkeit zugeneigt. Welch Glück, daß es da noch Medien, wie die zitierte Tageszeitung, gibt, die offerierten Blödsinn zu hinterfragen bereit sind.

 

 

(SRK)

 



 
24.05.2017

Von: Dr. Arnold Schölzel / SRK
 
 
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