Der Ethiker Dieter Birnbacher ist neuer Präsident der DGHS

WEIMAR. (fgw) Dieter Birnbacher ist am 12. November 2016 von der Delegiertenversammlung der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben e.V. (DGHS) in Berlin zum neuen Präsidenten dieser Organisation für Menschenrechte und Patientenschutz gewählt worden. Birnbacher, geb. 1946, war bis zu seiner Emeritierung Philosophieprofessor mit dem Schwerpunkt Praktische Ethik an der Universität Düsseldorf.


Das neue Präsidium; Prof.em. Dieter Birnbacher (2.v.r.) Foto: Oliver Kirpal

Die Wahl des bisherigen DGHS-Vizepräsidenten an die Spitze der Organisation war notwendig geworden, da Elke Baezner nach einer achtjährigen Amtszeit nicht wieder für die Präsidentschaft kandidierte. Sie wurde von den Delegierten mit „standing ovations" verabschiedet.

 

Insgesamt schieden mit Ablauf der Wahlperiode vier der sieben Präsidiumsmitglieder aus ihrem Amt aus, so daß Personalfragen im Mittelpunkt dieser Delegiertenversammlung standen. Das Vertrauen als neuer Vizepräsident erhielt der Rechtsanwalt und Honorarprofessor für Gesundheits- und Pflegerecht Robert Roßbruch aus Koblenz. Desweiteren wurden drei neue Beisitzer bestimmt.

 

Das neue Präsidium erhielt den Auftrag, angesichts der durch den Bundestag im Jahre 2015 vorgenommenen Verschärfung des Strafrechtes (§ 217 StGB - Förderung der Selbsttötung) neue politische und rechtliche Strategien und Initiativen für die Entkriminalisierung der Sterbehilfe zu entwickeln.

 

Siegfried R. Krebs

 



 
13.11.2016

Von: Siegfried R. Krebs
 
 
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