DGHS: Intensives Gespräch über Betreuung und Pflege

WEIMAR. (fgw)„Was wird aus meiner Patientenverfügung und meiner Vorsorgevollmacht, wenn ich in ein Pflegeheim muß oder in gesetzliche Betreuung komme?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des nunmehr vierten Weimarer Gesprächskreises der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS).


Dr. Matthias Bernau, Heiner Jestrabek Frank Roßner und Christine Mosbach. (Foto: Siegfried R. Krebs)

Als Mann aus der Praxis stand hier Heiner Jestrabek, DGHS-Kontaktstellenleiter in Württemberg, den Thüringern Rede und Antwort. Jestrabek ist seit nunmehr elf Jahren auch als gerichtlich bestellter Betreuer und Vorsitzender eines Betreuungsvereines tätig.

 

Da ging es zunächst um Begriffsdefinitionen; also was ist ein Bevollmächtiger, was ein Betreuer. Welche Aufgaben und Rechte haben sie - vor allem bei der Durchsetzung des Willens des Vollmachtgebers. Jestrabek verwies dabei nicht nur auf das BGB, sondern auch auf die diversen Angebote der DGHS: Die Formularmappe mit Patientenverfügung und diversen Vollmachten, die Bevollmächtigtenbörse oder die Pflegebroschüre. Nach nur kurzem Vortrag wurde es gleich und intensiv praktisch, denn die Anwesenden hatten ganz konkrete Fragen auf dem Herzen: Wie wird ein Betreuer eingesetzt? Wer kann das beantragen? Ein Gast brachte sogar Unglaubliches zu Gehör: Ihm ist ein Fall bekannt geworden, wo ein gesetzlicher Betreuer die Patientenverfügung für ungültig erklären wollte... Dieser Vortragsnachmittag gestaltete sich so zu einem wirklichen Gesprächskreis.

 

Neues Domizil für diese Veranstaltungsreihe ist die zentral gelegene barrierefreie Begegnungsstätte des säkularen „Trägerwerks soziale Dienste - twsd wohnen plus". Am Rande der Veranstaltung kam es daher auch zu einem ersten Kontaktgespräch und kurzem Erfahrungsaustausch zwischen dem DGHS-Delegierten für Thüringen, Dr. Matthias Bernau, dem Landesvorsitzenden des Humanistischen Verbandes (HVD), Frank Roßner, und der Koordinatorin des ambulanten twsd-Hospizdienstes, Christine Mosbach, über die jeweiligen sozialen Angebote.

 

 

Siegfried R. Krebs

 



 
12.10.2018

Von: Siegfried R. Krebs
 
 
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