FAZ-Strategen: Für oder gegen eine europäische Atommacht?

Weimar. (fgw) Ausgerechnet ein Professor für Internationale Politik der britischen Universität von Winchester, Maximilian Terhalle, durfte in der FAZ vom 15.11.2017 einen vierspaltigen Beitrag unter der Überschrift „Für eine europäische Atommacht“ veröffentlichen.


Bernd Biedermann (Foto: privat)

Einleitend bemerkt er, Strategen hätten das Ziel, den dauerhaften Fortbestand unserer freiheitlichen Ordnung zu gewährleisten, damit nicht „andere, mit anderen Werten, Hand an unsere Lebensweise, an unsere Freiheit legen" (Joachim Gauck!).

 

Seiner Meinung nach müsse Deutschland die Gestaltung seines Ermessensspielraum jetzt als strategische Priorität betrachten und selbstbewusst die Initiative ergreifen. Zur glaubwürdigen Stärkung der NATO und zur eigenen strategischen Sicherheit müsste Berlin jetzt Verantwortung zeigen, indem es die Aufstellung einer europäischen Atommacht zu seiner Priorität macht.

 

Gestellt von Frankreich und Großbritannien, muss Deutschland seiner Meinung nach mit Nachdruck Mitentscheidungsrechte anstreben. Die NATO sei der geeignete Rahmen dafür.

 

Man mag es kaum glauben, aber der britische Professor verwendet in seinem Artikel zehn mal die Worte Strategie oder strategisch.

 

Als ehemaliger Angehöriger der strategischen Aufklärung der NVA halte ich dem Professor entgegen: Weder die Franzosen noch die Briten werden die Verfügungsgewalt über ihre Kernwaffen jemals aus der Hand geben, nicht an die EU und schon gar nicht an Deutschland.

 

Wer anderes annimmt, hat von Strategie keine Ahnung, auch wenn er fortlaufend von Strategie faselt.

 

 

Oberst a.D. Bernd Biedermann

 



 
22.11.2017

Von: Oberst a.D. Bernd Biedermann
 
 
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